Terpene verleihen Cannabis und Haschisch ihren unverwechselbaren Duft und Geschmack. Von Kiefer bis Zitrusfrucht: Cannabis und Haschisch schmecken oft völlig unterschiedlich. Hast du dich jemals gefragt, warum das so ist? In diesem Blog erklären wir es. Terpene riechen nicht nur gut; sie interagieren mit Cannabinoiden (lies dazu unseren Blogbeitrag hier hier) wie THC und CBD und verleihen jeder Sorte ihre einzigartige Sativa- und/oder Indica-Wirkung. Im Folgenden erklären wir, wie Terpene dir Aufschluss über Geschmack und Wirkung der Cannabis-Sorte geben, die du rauchst!
Terpene sind nicht nur in Cannabis enthalten: Es handelt sich um flüchtige Aromastoffe, die von fast allen Pflanzen produziert werden! Beispielsweise sind in der Natur über 20.000 Terpene bekannt, und mehr als 400 davon wurden bereits in Cannabispflanzen nachgewiesen.
In der Cannabispflanze werden Terpene von Trichomen produziert: winzigen, glänzenden Harzdrüsen, die den Blüten und Blättern der Cannabispflanze ihre typische „gefrorene“ Schicht verleihen. Neben der Terpenproduktion sind diese Harzdrüsen auch für die Produktion von CBD und THC verantwortlich. Terpene und Cannabinoide stammen also buchstäblich aus derselben „Fabrik“ innerhalb der Pflanze.
Vielleicht fragen Sie sich: Welche Funktion haben Terpene in der Pflanze selbst? Terpene bilden einen natürlichen Abwehrmechanismus für Cannabispflanzen, der sie vor Schädlingen und Pilzen schützt, Bestäuber anlockt und die Pflanze vor übermäßiger UV-Strahlung bewahrt.
Der sogenannte Entourage-Effekt ist die Hypothese, dass die verschiedenen Substanzen in Cannabis – Terpene und Cannabinoide – sich gegenseitig beeinflussen und ihre Wirkung verstärken! Der 2011 im British Journal of Pharmacology beschriebene Entourage-Effekt beschreibt, wie Terpene die Wirkung von THC und CBD regulieren: Sie können die Wirkung von THC abschwächen oder verstärken, die Wirkung der Sorte verlängern oder sie beruhigend wirken lassen.
Ein Paradebeispiel hierfür ist das Terpen Caryophyllen. Es ist derzeit das einzige bekannte Terpen, das direkt an einen Cannabinoid-Rezeptor im menschlichen Körper bindet. Der sogenannte CB2-Rezeptor hat eine besonders starke entzündungshemmende Wirkung. Terpene sind also nicht nur Duftstoffe, sondern biologisch aktive Bestandteile Ihrer Cannabis-Sorte! Wichtiger Hinweis: Der Entourage-Effekt ist weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Obwohl einige Studien, wie die oben genannte, Hinweise auf diesen Effekt zu finden scheinen, gibt es andere Studien, die vorsichtiger sind, was genau dieser Effekt beinhaltet.
Sie fragen sich wahrscheinlich, welche Terpene in der Cannabiswelt am häufigsten vorkommen und welche Düfte und Wirkungen mit ihnen verbunden sind.
Mycren (Mycren) Duft: Erdig, würzig, mit einem Hauch von Nelke und reifer Mango. Wirkung: Entspannung, ein wohliges Gefühl wie auf dem Sofa. Myrcen ist eines der häufigsten Terpene in Cannabis und wird oft mit der entspannenden und trägen Wirkung klassischer Indica-Sorten in Verbindung gebracht.
Auch enthalten in: Mango, Thymian, Zitronengras und sogar Hopfen!
Terpene sind flüchtige Substanzen: Sie verbrennen bei relativ niedrigen Temperaturen, wobei manche Terpene empfindlicher darauf reagieren als andere. Beim Verdampfen von Cannabis im Vergleich zum Rauchen schmeckt man dies am deutlichsten. Beim Verdampfen lassen sich bestimmte Temperaturen gezielt einstellen, bei denen nur bestimmte Terpene verdampfen. So kann man nicht nur den Geschmack, sondern auch die Wirkung des gerauchten Cannabis bestimmen! Aufgrund der hohen Temperatur eines Joints verbrennen die meisten Terpene, ohne dass man sie einatmet (mehr zum Thema Verdampfen finden Sie hier). Um Ihnen einen umfassenden Überblick zu geben, finden Sie hier eine kurze Übersicht der Verbrennungspunkte der gängigsten Terpene:
| Terpen | Duft | Verdampfungstemperatur |
| Pineen | Kiefern | 155 °C |
| Caryophyllen | Pfeffer | 160 °C |
| Myrcen | Erdig/Mango | 167°C |
| Limonen | Zitrus | 176°C |
| Terpinolen | Blumig-würzig | 186°C |
| Linalool | Lavendel | 198°C |
| Humulen | Hopfen | 198°C |
Eine praktische Faustregel: Beim Verdampfen bei etwa 180–190 Grad Celsius erzielt man ein gutes Gleichgewicht zwischen leckeren Terpenen und aktiven Cannabinoiden!
Zum Glück muss man kein Chemiker sein, um anhand des Terpenprofils von Cannabis eine fundierte Entscheidung zu treffen. Vertrauen Sie vor allem Ihrer Nase und den folgenden Richtlinien:
Sind Sie sich bei Cannabis und Haschisch unsicher? Auch hier unterscheidet sich das Terpenprofil oft. Lesen Sie hier alles über den Unterschied zwischen Gras und Haschisch.
Terpene sind die unterschätzten Helden des Cannabis. Sie bestimmen nicht nur, warum eine Sorte nach Zitrusfrüchten und eine andere nach Kiefernwald riecht, sondern prägen zusammen mit Cannabinoiden auch den Charakter des Erlebnisses. Wenn Sie das nächste Mal vor der Speisekarte stehen: Vergessen Sie kurz die THC-Zahl und vertrauen Sie Ihrer Nase.