Terpene – Die aromatischen Verbindungen, die Cannabis und Haschisch ihren unverwechselbaren Geruch und Geschmack verleihen!

Terpene verleihen Cannabis und Haschisch ihren unverwechselbaren Duft und Geschmack. Von Kiefer bis Zitrusfrucht: Cannabis und Haschisch schmecken oft völlig unterschiedlich. Hast du dich jemals gefragt, warum das so ist? In diesem Blog erklären wir es. Terpene riechen nicht nur gut; sie interagieren mit Cannabinoiden (lies dazu unseren Blogbeitrag hier hier) wie THC und CBD und verleihen jeder Sorte ihre einzigartige Sativa- und/oder Indica-Wirkung. Im Folgenden erklären wir, wie Terpene dir Aufschluss über Geschmack und Wirkung der Cannabis-Sorte geben, die du rauchst!

Was genau sind Terpene?

Terpene sind nicht nur in Cannabis enthalten: Es handelt sich um flüchtige Aromastoffe, die von fast allen Pflanzen produziert werden! Beispielsweise sind in der Natur über 20.000 Terpene bekannt, und mehr als 400 davon wurden bereits in Cannabispflanzen nachgewiesen.

In der Cannabispflanze werden Terpene von Trichomen produziert: winzigen, glänzenden Harzdrüsen, die den Blüten und Blättern der Cannabispflanze ihre typische „gefrorene“ Schicht verleihen. Neben der Terpenproduktion sind diese Harzdrüsen auch für die Produktion von CBD und THC verantwortlich. Terpene und Cannabinoide stammen also buchstäblich aus derselben „Fabrik“ innerhalb der Pflanze.

Vielleicht fragen Sie sich: Welche Funktion haben Terpene in der Pflanze selbst? Terpene bilden einen natürlichen Abwehrmechanismus für Cannabispflanzen, der sie vor Schädlingen und Pilzen schützt, Bestäuber anlockt und die Pflanze vor übermäßiger UV-Strahlung bewahrt.

Warum Terpene wichtiger sind als der THC-Gehalt.

Beim Betreten des Coffeeshops achten viele Besucher sofort auf den THC- und CBD-Gehalt einer Sorte. Das ist zwar verständlich, aber der THC-Gehalt allein sagt nicht alles. Zwei Sorten mit identischem THC-Gehalt können sich beispielsweise völlig unterschiedlich anfühlen: Die eine macht energiegeladen und gesellig, die andere lässt einen entspannt auf dem Sofa liegen. Dieser Unterschied liegt im Terpenprofil. Der THC-Gehalt gibt zwar Aufschluss über die Stärke der Sorte, aber die Terpene bestimmen den Charakter des Highs. Deshalb lassen unsere Mitarbeiter im Coffeeshop Relax Sie die Sorte immer riechen, bevor Sie sie kaufen. Riecht das Gras eher säuerlich und fruchtig? Dann ist es wahrscheinlich eine kräftige Sativa, die gesellig und energiegeladen wirkt. Riechen Sie eher dezente Kiefernoten? Dann ist die Sorte eher eine Kush oder eine Indica – perfekt für einen gemütlichen Abend zu Hause auf dem Sofa! Im Coffeeshop Relax lassen wir alle unsere Sorten testen. Fragen Sie also unbedingt die Mitarbeiter nach dem Ordner mit den Laborberichten, damit Sie genau herausfinden können, welche Terpene in welchen Proben enthalten sind! Ein rundum informierter Rausch :)!

Der „Entourage-Effekt“ – Wie Terpene und Cannabinoide zusammenwirken.

Der sogenannte Entourage-Effekt ist die Hypothese, dass die verschiedenen Substanzen in Cannabis – Terpene und Cannabinoide – sich gegenseitig beeinflussen und ihre Wirkung verstärken! Der 2011 im British Journal of Pharmacology beschriebene Entourage-Effekt beschreibt, wie Terpene die Wirkung von THC und CBD regulieren: Sie können die Wirkung von THC abschwächen oder verstärken, die Wirkung der Sorte verlängern oder sie beruhigend wirken lassen.

Ein Paradebeispiel hierfür ist das Terpen Caryophyllen. Es ist derzeit das einzige bekannte Terpen, das direkt an einen Cannabinoid-Rezeptor im menschlichen Körper bindet. Der sogenannte CB2-Rezeptor hat eine besonders starke entzündungshemmende Wirkung. Terpene sind also nicht nur Duftstoffe, sondern biologisch aktive Bestandteile Ihrer Cannabis-Sorte! Wichtiger Hinweis: Der Entourage-Effekt ist weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Obwohl einige Studien, wie die oben genannte, Hinweise auf diesen Effekt zu finden scheinen, gibt es andere Studien, die vorsichtiger sind, was genau dieser Effekt beinhaltet.

Die 8 wichtigsten Terpene.

Sie fragen sich wahrscheinlich, welche Terpene in der Cannabiswelt am häufigsten vorkommen und welche Düfte und Wirkungen mit ihnen verbunden sind. Mycren (Mycren) Duft: Erdig, würzig, mit einem Hauch von Nelke und reifer Mango. Wirkung: Entspannung, ein wohliges Gefühl wie auf dem Sofa. Myrcen ist eines der häufigsten Terpene in Cannabis und wird oft mit der entspannenden und trägen Wirkung klassischer Indica-Sorten in Verbindung gebracht.
Auch enthalten in: Mango, Thymian, Zitronengras und sogar Hopfen!

  • Limonen (Limonen)
    Duft: Frische Zitrusfrüchte, Orange, Zitrone, Grapefruit.
    Wirkung: Ein erhebendes High mit stimmungsaufhellender und stresslindernder Wirkung.
    Auch enthalten in: Zitrusfruchtschalen.
  • Pinen (Pinen)
    Duft: Kiefer, Fichte, frische Kiefer Wald
    Wirkung: Klares und waches High, derzeit werden Untersuchungen zu den möglichen bronchienerweiternden Eigenschaften des Terpens durchgeführt. Zusätzlich könnte Pinen die benebelnde Wirkung von THC ausgleichen.
    Auch enthalten in:Kiefernnadeln, Rosmarin, Basilikum.
  • Linalool
    Duft:
    Blumig, Lavendel, ein Hauch von Würze
    Wirkung:Beruhigend und entspannend.
    Auch enthalten in:Lavendel, Koriander.
  • Caryophyllen(Caryophyllen)
    Hopfig, erdig und holzig
    Wirkung: Appetitzügelnde Eigenschaften. Wird auch mit einer „erdigen Balance“ verglichen.
    Auch enthalten in: Hopfen, Salbei und Ginseng.
  • Terpinolen(Terpinolen)
    Duft:Komplex – blumig, fruchtig und würzig zugleich.
    Wirkung:Erfrischend und häufig in Sativa-ähnlichen Sorten vorhanden.
    Auch enthalten in: Flieder, Muskatnuss und Teebaum.
  • Duft: Süß, würzig und frisch.
    Wirkung: Erhebend und belebend.
    Auch enthalten in: Minze, Petersilie und Orchideen.
  • Terpene und Temperatur: So holen Sie das Beste aus ihnen heraus.

    Terpene sind flüchtige Substanzen: Sie verbrennen bei relativ niedrigen Temperaturen, wobei manche Terpene empfindlicher darauf reagieren als andere. Beim Verdampfen von Cannabis im Vergleich zum Rauchen schmeckt man dies am deutlichsten. Beim Verdampfen lassen sich bestimmte Temperaturen gezielt einstellen, bei denen nur bestimmte Terpene verdampfen. So kann man nicht nur den Geschmack, sondern auch die Wirkung des gerauchten Cannabis bestimmen! Aufgrund der hohen Temperatur eines Joints verbrennen die meisten Terpene, ohne dass man sie einatmet (mehr zum Thema Verdampfen finden Sie hier). Um Ihnen einen umfassenden Überblick zu geben, finden Sie hier eine kurze Übersicht der Verbrennungspunkte der gängigsten Terpene:

    Terpen Duft Verdampfungstemperatur
    Pineen Kiefern 155 °C
    Caryophyllen Pfeffer 160 °C
    Myrcen Erdig/Mango 167°C
    Limonen Zitrus 176°C
    Terpinolen Blumig-würzig 186°C
    Linalool Lavendel 198°C
    Humulen Hopfen 198°C

    Eine praktische Faustregel: Beim Verdampfen bei etwa 180–190 Grad Celsius erzielt man ein gutes Gleichgewicht zwischen leckeren Terpenen und aktiven Cannabinoiden!

    Fünf interessante Fakten über Terpene

    1. Der Mango-Mythos:Mangos enthalten viel Myrcen, ein Terpen, das auch häufig in Cannabis vorkommt. Der Mythos besagt daher, dass man besonders high wird, wenn man beim Cannabiskonsum eine Mango isst!
    2. Cannabis und Bier sind verwandt: Hopfen und Cannabis gehören zur selben Pflanzenfamilie (Cannabaceae). Deshalb teilen sie bestimmte Terpene wie Humulen und Myrcen, und deshalb riecht Bier manchmal überraschend ähnlich wie Cannabis!
    3. Terpene kennst du schon dein ganzes Leben lang:Warum Lavendel beruhigend und Zitrone erfrischend wirkt? Genau: Terpene! Die gleichen Moleküle, die auch in Cannabis vorkommen.
    4. Lavendel in deinem Weed-Beutel:Das entspannende Image von Linalool stammt direkt aus der Aromatherapie: Es ist das Hauptterpen des Lavendels.
    5. Die Pflanze nutzt Terpene als Waffe:Terpene entstanden in der Natur als Abwehr gegen Insekten und als Lockmittel für Bestäuber. Ihre Wirkung auf uns scheint zufällig, obwohl man vermuten kann, dass auch die Tiere diese Wirkung spüren!

    Wie nutzt man Terpene, um die passende Cannabissorte auszuwählen?

    Zum Glück muss man kein Chemiker sein, um anhand des Terpenprofils von Cannabis eine fundierte Entscheidung zu treffen. Vertrauen Sie vor allem Ihrer Nase und den folgenden Richtlinien:

    • Möchten Sie sich entspannen oder besser schlafen? Achten Sie auf erdige, würzige oder blumige Düfte – Myrcen und Lynalool.
    • Möchten Sie energiegeladen und gesellig bleiben? Achten Sie auf Zitrus- und frische Kiefernaromen – Limonen und Pinen.
    • Wünschen Sie sich Kreativität und Konzentration? Frische, intensive Haze-Aromen weisen den Weg – Pinen und Terpinolen.
    • Sind Sie sich bei Cannabis und Haschisch unsicher? Auch hier unterscheidet sich das Terpenprofil oft. Lesen Sie hier alles über den Unterschied zwischen Gras und Haschisch.

    Abschluss

    Terpene sind die unterschätzten Helden des Cannabis. Sie bestimmen nicht nur, warum eine Sorte nach Zitrusfrüchten und eine andere nach Kiefernwald riecht, sondern prägen zusammen mit Cannabinoiden auch den Charakter des Erlebnisses. Wenn Sie das nächste Mal vor der Speisekarte stehen: Vergessen Sie kurz die THC-Zahl und vertrauen Sie Ihrer Nase.

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